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Das bin ich
![]() Das ist wohl das Schwerste an so einer HP ...schließlich wollen Sie wissen mit wem Sie es zu tun haben! Demnächst werde ich 40 Jahre alt, bin also Jahrgang 1970. Aufgewachsen bin ich mit einem Schäferhund (der leider nicht lange bei uns war) und einem Cocker Spaniel der stolze 14 Jahre alt geworden ist. Mit Hundeausbildung, Hundeverhalten usw. hatte ich damals noch nichts zu tun. Irgendwann stieg der Wunsch nach einem eigenen Hund an und es sollte unbedingt ein schwarzer Schäferhund sein, der den Namen "Socke" tragen sollte. Endlich war es dann soweit. Ich hatte mich durch diverse "Fachliteratur" gelesen, wie es alle machen. In unserer damaligen Wohnung waren Hunde nicht erlaubt, daher musste ich eh warten und vertrieb mir die Zeit mit mehr Literatur..ich verschlang alles was mit meinem zukünftigen Hund zu tun haben könnte.
Nachdem ich am Anfang wohl so ziemlich alles falsch gemacht hatte, was ich falsch machen konnte, wurde unsere erste Hundeplatzzeit zum Desaster. Ich lernte etwas über das Lernverhalten von Hunden, von operanter und klassischer Konditionierung und war begeistert!
Ich fing an mich um die Ausbildungen dort zu kümmern. Wir waren 6 Tage die Woche unterwegs, machten alles mögliche mit. Nebenbei schauten wir uns verschiedene Vereine an um andere Arbeitsweisen kennenzulernen. Mittlerweile konnte ich viele Erfahrungen sammeln und habe viele Hunde und ihre Charaktere kennengelernt. ![]() Gibt es wirklich "Hundetherapeuten" in Deutschland?
Ich finde es sehr schade, dass der Beruf "Hundeausbilder", "Hundewirt" etc. in Deutschland (noch) nicht geschützt ist. Das bedeutet zum Einen, jeder darf sich so nennen und der ahnungslose Hundehalter muß sich durch eine Unmenge an Menschen kämpfen um endlich eine geeignete Person zu finden, die kompetent genug ist, sich um ihn und seinen Hund zu kümmern! Für mich bedeutet das, ich kann nur am Fall dazulernen, natürlich auch über Literatur und Gespräche in Fachkreisen, aber eine fundierte Ausbildung ist in Deutschland nicht möglich. Jetzt werden einige sagen, es gibt aber den Titel "Tiertherapeut", "Hundetherapeut", "Hundepsychologe", usw. ..es ist natürlich möglich, zu so einem Titel zu kommen. Der einfachste Weg ist eine Ausbildung in der Schweiz, allerdings wird diese Ausbildung in Deutschland nicht anerkannt. Die Schulen in Deutschland, die solche Ausbildungen anbieten, geben nur einen schulinternen Titel aus... auch das nützt mir nicht sehr viel. Also setzte ich auf Mundpropaganda und auf das Feingefühl meiner Kunden, einen engagierten Ausbilder von einem Scharlatan zu unterscheiden!!! ![]() Was macht man so als Hundetrainer?
Ich denke, dass viele Menschen sich vorstellen, dass ich den ganzen Tag auf einem Platz stehe, einen Haufen Menschen mit Hunden um mich herum und im Kasernenhofton Befehle gebe..."Sitz", "Vorwärts", Zurück", "Platz"... NEIN, das ist nicht so und das wollte ich auch auf keinen Fall! Außerdem gibt es da genügend Schulen, die diese Art Ausbildung anbieten. Es ist schon erstaunlich.. wenn sich jemand einen neuen DVD-Player kauft oder ein Handy, dann liest er sich, im Idealfall, die Beschreibung durch. Lebt man aber mit einem Tier zusammen und kommt nicht damit klar, kommen nur wenige auf die Idee mal nachzusehen oder zu nachzufragen, was denn da schief gelaufen sein könnte.. Für viele ist der erste Ansprechpartner der Tierarzt, manches wird dann auch da schon geklärt. Falls das nicht ausreicht, ist es möglich, dass ich ins Spiel komme. Schon am Telefon ist es für viele eine Erleichterung mal mit jemanden über "diese" Probleme reden zu können und sie freuen sich deutlich wenn dieser "Jemand" dann auch noch die Intensität ihrer Probleme erkennt. Meist ist es nicht am Telefon zu erklären warum und weshalb die Probleme da sind, dazu gehört ein ausführliches Beratungsgespräch, in dem ich mir dann erzählen lasse, wo die Schwierigkeiten liegen. Es gibt Fälle, in denen das Beratungsgespräch genügt. Meistens ist es aber nicht so, weil die Probleme sich schon verselbstständigt haben und man nicht einfach irgendwas "abstellen" kann. Manchmal findet sich die Ursache erst nach langem überlegen, manchmal ist es auch gar nicht mehr möglich, einen Auslöser zu finden, dann kann man nur noch an den Symptomen arbeiten und versuchen einen Weg zu finden, beiden Parteien das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten. Die Verhaltensberatung und die Ausbildung an sich sind nur ein Teil meiner täglichen Arbeit. Im Frühjahr/ Sommer gebe ich z.B. Kinderkurse (siehe Extrakategorie) oder ich besuche mit Janosch Kindergärten und Schulen. Es ist sehr wichtig frühzeitig anzufangen, den Kindern den richtigen Umgang mit Tieren zu zeigen und sie vor allem auf Begegnungen mit Hunden vorzubereiten. | |