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Die Hundeschule für Stade, Otterndorf, Cuxhaven und Umland

 

 

Das bin ich

Das ist wohl das Schwerste an so einer HP
Augen zu und durch..

...schließlich wollen Sie wissen mit wem Sie es zu tun haben!

Demnächst werde ich 40 Jahre alt, bin also Jahrgang 1970.

Aufgewachsen bin ich mit einem Schäferhund (der leider nicht lange bei uns war) und einem Cocker Spaniel der stolze 14 Jahre alt geworden ist. Mit Hundeausbildung, Hundeverhalten usw. hatte ich damals noch nichts zu tun. Irgendwann stieg der Wunsch nach einem eigenen Hund an und es sollte unbedingt ein schwarzer Schäferhund sein, der den Namen "Socke" tragen sollte. Endlich war es dann soweit. Ich hatte mich durch diverse "Fachliteratur" gelesen, wie es alle machen. In unserer damaligen Wohnung waren Hunde nicht erlaubt, daher musste ich eh warten und vertrieb mir die Zeit mit mehr Literatur..ich verschlang alles was mit meinem zukünftigen Hund zu tun haben könnte.
Dann war es endlich soweit! Aus "Socke" wurde "Tara" und MEIN Hund war da!

Nachdem ich am Anfang wohl so ziemlich alles falsch gemacht hatte, was ich falsch machen konnte, wurde unsere erste Hundeplatzzeit zum Desaster.
Tara konnte sehr viel aber alles nicht sicher. Also musste "abgesichert" werden.. Stachel drauf und nun ging es besser. Unsere Begleithundprüfung mit 12 Monaten haben wir zwar bestanden, aber ich hatte einen Hund neben mir, der zwar mitkam aber eher schlich, als freudig aufgeregt neben mir zu laufen! Damals ist mir das zwar aufgefallen, aber wahrgenommen hab ich es nicht.
Dafür Andere.. zum Glück!!!

Ich lernte etwas über das Lernverhalten von Hunden, von operanter und klassischer Konditionierung und war begeistert!
Tara auch..sie lebte auf und wir wurden immer mehr ein Team. Stachel kam nicht mehr in Frage, Gewalt auch nicht, wir wurden immer besser. Die erste Schutzhundprüfung war schon vieeel besser und wir haben viele Punkte in der Unterordnung bekommen.
Tara und ich hatten soviel Spaß beim Lernen, dass wir uns entschlossen hatten, uns einer Rettungshundestaffel anzuschließen. Seminare, Kurse und mit den Augen stehlen bestimmte unseren Tagesablauf.
Tara wurde sehr schnell sehr gut und wir hatten irre viel Spaß zusammen.

Ich fing an mich um die Ausbildungen dort zu kümmern. Wir waren 6 Tage die Woche unterwegs, machten alles mögliche mit. Nebenbei schauten wir uns verschiedene Vereine an um andere Arbeitsweisen kennenzulernen.
Unsere Staffel wurde bald aufgelöst und ich schloss mich einer anderen an. Gleichzeitig absolvierten wir die Schutzhundprüfung2 in der wir glatt durchgefallen sind. Bei dieser Prüfung passierte es, dass Tara aus dem Ärmel ging und schrie! Am nächsten Tag waren wir beim Tierarzt, zum röntgen. HD wurde damals schon untersucht, sie hatte super Hüften, daher war es uns ein Rätsel was sie denn haben könnte.
Cauda Equina hieß die niederschmetternde Diagnose. Alle sportlichen Aktivitäten mussten sofort eingestellt werden. Sie durfte weder springen noch stark abbremsen, eigentlich nur noch traben!
Nun gut, das Leben ging weiter, wenn auch nicht mehr ganz so sportlich. Ich fing an Hunde auszubilden im Park, auf diversen Plätzen und organisierte Welpengruppen und Begleithundkurse. Nachdem ich mich dann vo

n meinem Damaligen getrennt hatte, konnte ich mit meiner "Frau" endlich meinen Traum leben! Ich meldete meine Hundeschule an und wollte loslegen. Jetzt konnte ich endlich offiziel tun, was ich immer tun wollte! Zu dieser Zeit kam auch Janosch zu uns und ich konnte alles anders machen.. besser machen.. und dabei tausend andere Fehler!!!

Mittlerweile konnte ich viele Erfahrungen sammeln und habe viele Hunde und ihre Charaktere kennengelernt.
Dabei fiel mir immer wieder auf, dass das, was ich in den Büchern und Fortbildungen lernen konnte zwar interessant war, aber mit der "Wirklichkeit" nicht so ganz viel gemeinsam hatte!
Es ist wohl immer so.. das meiste lernt man beim direkten Kontakt mit Hund und Mensch, Bücher sind zwar ganz schön,aber nicht alles!
Ich hoffe, dass ich noch viele Möglichkeiten zum Lernen haben werde!

Gibt es wirklich "Hundetherapeuten" in Deutschland?

Ich finde es sehr schade, dass der Beruf "Hundeausbilder", "Hundewirt" etc. in Deutschland (noch) nicht geschützt ist. Das bedeutet zum Einen, jeder darf sich so nennen und der ahnungslose Hundehalter muß sich durch eine Unmenge an Menschen kämpfen um endlich eine geeignete Person zu finden, die kompetent genug ist, sich um ihn und seinen Hund zu kümmern! Für mich bedeutet das, ich kann nur am Fall dazulernen, natürlich auch über Literatur und Gespräche in Fachkreisen, aber eine fundierte Ausbildung ist in Deutschland nicht möglich. Jetzt werden einige sagen, es gibt aber den Titel "Tiertherapeut", "Hundetherapeut", "Hundepsychologe", usw. ..es ist natürlich möglich, zu so einem Titel zu kommen. Der einfachste Weg ist eine Ausbildung in der Schweiz, allerdings wird diese Ausbildung in Deutschland nicht anerkannt. Die Schulen in Deutschland, die solche Ausbildungen anbieten, geben nur einen schulinternen Titel aus... auch das nützt mir nicht sehr viel. Also setzte ich auf Mundpropaganda und auf das Feingefühl meiner Kunden, einen engagierten Ausbilder von einem Scharlatan zu unterscheiden!!!
Ich weiß, ich kann die Welt nicht wirklich besser machen...aber vielleicht..kann ich sie für das eine oder andere Tier ein ganz klein wenig schöner machen..

Was macht man so als Hundetrainer?

Ich denke, dass viele Menschen sich vorstellen, dass ich den ganzen Tag auf einem Platz stehe, einen Haufen Menschen mit Hunden um mich herum und im Kasernenhofton Befehle gebe..."Sitz", "Vorwärts", Zurück", "Platz"... NEIN, das ist nicht so und das wollte ich auch auf keinen Fall! Außerdem gibt es da genügend Schulen, die diese Art Ausbildung anbieten.
Ich habe viel mehr mit der Verhaltensberatung zu tun, als mit der Ausbildung an sich. Natürlich kommen hin und wieder Kunden auf mich zu, die Ihren Hund ausbilden möchten oder den Gehorsam etwas auffrischen wollen, aber das steht nicht im Vordergrund.
Es gibt immer mehr Menschen, die sich Gedanken über das WARUM machen, wenn sie mit ihrem Hund nicht zurecht kommen, wenn der Alltag schwierig und belastend ist oder wenn es einfach nicht läuft.
Die Spanne der unterschiedlichen Probleme ist wirklich riesig.. da gibt es Hunde, die fürchterlich ängstlich sind, da gibt es welche, die andere Hunde beißen.. oder auch welche, die Menschen beißen. Einige können nicht ohne Leine laufen, da sie nicht hören wollen... die Liste der Möglichkeiten ist unendlich groß!
Es ist zwar schwierig für Mensch und Hund, wenn es dauernd irgendwelche Vorfälle gibt, das finde ich jedoch nicht so besonders schlimm... schlimm wird es erst, wenn diese Menschen nicht einsehen, dass sie Hilfe brauchen.. oder nichts unternehmen, weil es unangenehm ist belehrt zu werden.. oder weil vielleicht die Nachbarn denken könnten, sie kämen nicht einmal mit einem Hund zurecht..

Es ist schon erstaunlich.. wenn sich jemand einen neuen DVD-Player kauft oder ein Handy, dann liest er sich, im Idealfall, die Beschreibung durch. Lebt man aber mit einem Tier zusammen und kommt nicht damit klar, kommen nur wenige auf die Idee mal nachzusehen oder zu nachzufragen, was denn da schief gelaufen sein könnte.. Für viele ist der erste Ansprechpartner der Tierarzt, manches wird dann auch da schon geklärt. Falls das nicht ausreicht, ist es möglich, dass ich ins Spiel komme. Schon am Telefon ist es für viele eine Erleichterung mal mit jemanden über "diese" Probleme reden zu können und sie freuen sich deutlich wenn dieser "Jemand" dann auch noch die Intensität ihrer Probleme erkennt.

Meist ist es nicht am Telefon zu erklären warum und weshalb die Probleme da sind, dazu gehört ein ausführliches Beratungsgespräch, in dem ich mir dann erzählen lasse, wo die Schwierigkeiten liegen. Es gibt Fälle, in denen das Beratungsgespräch genügt. Meistens ist es aber nicht so, weil die Probleme sich schon verselbstständigt haben und man nicht einfach irgendwas "abstellen" kann. Manchmal findet sich die Ursache erst nach langem überlegen, manchmal ist es auch gar nicht mehr möglich, einen Auslöser zu finden, dann kann man nur noch an den Symptomen arbeiten und versuchen einen Weg zu finden, beiden Parteien das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten.

Die Verhaltensberatung und die Ausbildung an sich sind nur ein Teil meiner täglichen Arbeit. Im Frühjahr/ Sommer gebe ich z.B. Kinderkurse (siehe Extrakategorie) oder ich besuche mit Janosch Kindergärten und Schulen. Es ist sehr wichtig frühzeitig anzufangen, den Kindern den richtigen Umgang mit Tieren zu zeigen und sie vor allem auf Begegnungen mit Hunden vorzubereiten.
Dieses Aufeinandertreffen geschieht im Alltag immer wieder, da Hunde nun einmal zu unserem Lebensraum gehören und dieser, gerade in der Stadt, meist begrenzt ist.
Schade finde ich, dass sich manche Eltern einfach zu wenig Gedanken machen, was sie ihren Kindern da eigentlich suggerieren, indem sie ihnen soviel Angst vor Hunden machen.
Durch Belehrungen wie "komm da weg; "der beißt"; "komm schnell her"; "da kommt ein Hund"..usw. (sicherlich kann jeder Hundehalter ein Lied davon singen!!!) werden Kinder schnell verunsichert.
Sicher ist es richtig, dass Eltern ihre Kinder aufklären und ihnen vermitteln, welche Gefahr ein Hund darstellen kann, aber deshalb alle zu verteufeln ist doch ein bisschen weit hergeholt und es hilft den Kindern in keinster Weise.
Der Wolf gehörte bis vor kurzer Zeit noch zu diesen, vom Mensch erklärten Bestien. Diese Angst hat sich auf den Hund übertragen. Schickte man, bis vor ein paar Jahren, nicht noch böse Kinder zu dem schwarzen bösen Hund in den Keller?

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